Scheitholzkessel Test-Überblick, Erfahrungen, Testsieger, Vergleich und Kaufberatung 2021/2022

Das Mammut erlegt, zerteilt und in das Lager gebracht. Dort angekommen, Holz gesammelt, Zunder daraus geschabt und das Feuer entzündet. Die Wärme steigt auf, das Fleisch ist zum Braten bereit und das menschliche Rudel ist satt, warm sowie glücklich. Was bereits damals für Freude und Wohlbefinden sorgte, ist heutzutage immer noch aktuell – Feuer und Wärme sind eine Wohltat für den Menschen. Lediglich die Art des Verbrennens hat sich geändert, das zeigt der Scheitholzkessel.

Hier finden Sie:
  • Eine ausführliche Kaufberatung für aktuelle Scheitholzkessel
  • Eine Zusammenfassung von unabhängigen Scheitholzkessel Tests und Erfahrungen von angesehenen Testmagazinen wie Stiftung Warentest oder Ökotest mit den jeweiligen Testsiegern
  • Einen Vergleich der unserer Meinung nach aktuell besten Scheitholzkessel von beliebten Marken und Herstellern wie Brunner, Buderus, Viessmann, Wolf, Fröling, Eta, Hargassner, Hdg, Fischer, Künzel usw. auf dem Markt
  • Aktuelle Preise und Preisvergleiche für Scheitholzkessel sowie Tipps, um einen Scheitholzkessel günstig online zu kaufen
Scheitholzkessel Testsieger

Scheitholzkessel Testsieger, Vergleich und Kaufberatung

Die wichtigsten Infos im Überblick:
  • Scheitholzkessel heißen auch Holzvergaser und trocknen sowie verbrennen effektiv Holz, sodass nur wenig Asche beim Verbrennen übrig bleibt
  • Sie stellen eine emissionslose Verbrennungsanlage für Holz dar und schonen fossile Energieressourcen
  • Scheitholzkessel verbrennen Holzscheite, Pellets, Hackschnitzel oder auch Holzreste

Die aktuellen Bestseller für Scheitholzkessel im Vergleich:

Bestseller Nr. 1
Viessmann Vitoligno 150-S Scheitholz Vergaserkessel Holzvergaserkessel Lambda (17 kW)
  • Holzvergaserkessel mit 17 kW
  • Wirkungsgrad: bis zu 93,1 %
  • Optimale Verbrennung durch Lambdasonden-Regelung
Bestseller Nr. 2
Atmos Holzvergaser DC15 GS Serie Festbrennstoffkessel Scheitholzkessel Holzkessel
  • die Atmos GS Serie ist nicht Bafa förderfähig - erfüllt die Stufe 2 der BImschV
  • Abschaltautomatik nach Abbrand des Holzes für Ladepumpe und Gebläse
  • optimales Abbrandverhalten durch V-förmige Füllraumgeometrie
Bestseller Nr. 3
Holzvergaserkessel Atmos GS 20
  • Holzvergaserkessel
  • Typ: GS 20
  • Hersteller: Atmos
Bestseller Nr. 4
Herz Holzvergaser Lambda 18 20 30 40 kW Festbrennstoffkessel (Leistung: 30 kW)
  • Lambda Control Regelung
  • hoher Wirkungsgrad >93%
  • lange Brenndauer bis zu 8 h / 0,5m Scheitholz
Bestseller Nr. 5
Holzvergaserkessel Atmos DC 32 GS
  • 1128
  • 01.05.32
  • Scheitholzvergaser 32kW mit sehr gutem Preis-Leistungs Verhältnis.

Letzte Aktualisierung am 19.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Scheitholzkessel Firma Wolf im Vergleich:

Letzte Aktualisierung am 19.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Scheitholzkessel im Test:

Was ist ein Scheitholzkessel?

Ein Scheitholzkessel oder auch Holzvergaser genannt, stellt eine Holzheizung dar. Er beheizt fast ausschließlich Einfamilienhäuser und erwärmt in ihnen sogar das Wasser für die Warmwasseraufbereitung.

Im Vergleich zu einer Wärmepumpe heizt er besonders schnell das Haus auf, da seine Leistung extrem hoch ist. Um diese Leistung zu erzeugen, greift er auf den natürlichen Rohstoff Holz zurück, der in Scheitform, als Pellet oder in kleinen Schnitzeln im Ofen verbrannt wird. Dieses Holz legt der Nutzer entweder selbst nach oder eine Maschine erledigt dies automatisch, insofern ausreichend Holz zur Verfügung steht.

Wann ist der Einsatz sinnvoll?

Der Einsatz eines Scheitholzkessels ist dann sinnvoll, wenn die Erneuerung der Heizungsanlage des Einfamilienhauses bevorsteht und die Familie eine nahezu emissionslose und effiziente Anlage einbauen möchte.

Überdies bietet sich der Einsatz zusätzlich zu einer bereits bestehenden Gas- oder Ölanlage an, deren Rohstoffe teurer sind als Holz. So kann der Nutzer die bestehende Anlage abschalten oder bei Bedarf den Scheitholzkessel zuschalten.

Wie funktioniert ein Scheitholzkessel?

  1. Der Scheitholzkessel nennt sich auch Holzvergaser, da er die Scheite im Brennraum nicht verbrennt, sondern mit einer Gasflamme ,,vergast“. Hierfür ist der Prozess des Vergasens in mehrere Schritte eingeteilt. Im ersten Schritt backt der Scheitholzkessel die Scheite, ähnlich wie in einem Backofen. Hierfür erhitzt er sich auf circa 200 Grad und trocknet das Holz, sodass jegliches Wasser entweicht.
  2. In der zweiten Phase variiert der Kessel die Temperatur zwischen 150 und 500 Grad, um die pyrolytische Zersetzungsphase einzuläuten. Bei dieser thermisch induzierten Zersetzung zerfallen die kleinen Moleküle der Scheite, damit sie zur Verbrennung bereitstehen. In der dritten Phase steigt die Temperatur noch weiter an, damit die verschiedenen Bestandteile des Holzes miteinander reagieren können. Dies sind flüssige, gasförmige und feste Bestandteile, deren Kohlenwasserstoffverbindung in Moleküle gespalten wurde, wodurch Kohlenstoff verbrennt und die Temperatur weiter ansteigt.
  3. Durch alle bisherigen Schritte hat der Kessel jegliche Moleküle aus dem Holz verbrannt, um im letzten Schritt die festen Bestandteile, also das eigentliche Holz, zu verbrennen. So entsteht kaum Asche und der Kessel ist nahezu emissionslos.

Welche Arten von Scheitholzkesseln gibt es?

Scheitholzkessel sind in unterschiedliche Heizungen/Vergaser einzuteilen, die andere Arten von Holz verbrennen. Folgende Arten sind erhältlich:

Der Holzvergaser

Der Holzvergaser ist die älteste Form der Scheitholzkessel und verbrennt die Scheite in zwei Schritten. Im ersten Schritt erfolgt die Trocknung, um im zweiten Schritt die Gase und andere Moleküle zu verbrennen. Diese Art der Scheitholzkessel ist besonders rustikal und eignet sich für Ferienhäuser in den Bergen, die ausreichend Platz für Holzscheite bieten. Zudem bietet er den Vorteil, dass er das Verbrennen von eigens getrockneten Holzscheiten erlaubt und nicht auf industriell gepresste Holzreste angewiesen ist.

Die Pelletheizung

Die Pelletheizung ist neben dem typischen Holzvergaser die bekannteste Form der Scheitholzkessel. Pellets sind Holzabfälle der Holzindustrie, die aus zylinderförmigen Kleinstücken von Holz und Sägemehl bestehen. Diese sind unter hohen Druckeinflüssen so verändert, dass sie besonders dicht sind und dadurch hohe Brenneigenschaften besitzen. Die Pelletheizung ist daher auch die kleinste der Heizungen, sodass ihr Brennraum wenig Volumen fasst und ideal für kleine Einfamilienhäuser ist.

Die Hackschnitzelheizung

Die Hackschnitzelheizung agiert ähnlich wie eine Pelletheizung. Sie verbrennt jedoch nicht nur Pellets, sondern Hackschnitzel, die aus Holz und Holzresten bestehen. So muss der Nutzer nicht zwingend gepresste Pellets kaufen, sondern kann auch Holzreste aus Eigenverarbeitung verwenden. Daher sind sie günstiger, aber der Nutzer benötigt mehr Platz, um das Brennholz zu lagern.

Wo liegen die Vor- und Nachteile eines Scheitholzkessels?

Die Vorteile

Der größte Vorteil eines Scheitholzkessels ist, dass er einen nachwachsenden Rohstoff verbrennt. Erdgas, Erdöl und andere fossile Energieträger sind keine regenerative Ressource und stehen dem Menschen in wenigen Jahrzehnten nur in kleinsten Mengen zur Verfügung. Daher ist der Umschwung auf einen nachwachsenden Rohstoff die günstigere und umweltschonendere Alternative.

Dies zeigt sich auch in den Betriebskosten für den Scheitholzkessel, denn sie betragen circa die Hälfte der einer Öl- oder Gasheizung. Insbesondere mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen kann sich dieser Einsparungseffekt in Zukunft noch vergrößern.

Hinzu kommt, dass der Scheitholzkessel nicht nur das Warmwasser für die Heizung aufbereiten kann, sondern auch für die Warmwasserzufuhr des Haushalts. Durch das schnelle Aufheizen des Kessels ist dieses innerhalb von Sekunden warm und der Wasserverbrauch bleibt geringer als bei einer sich langsam erwärmenden Ölheizung.

Daraus ergibt sich auch, dass der Nutzer in einem Ferienhaus autark leben könnte, da er nicht auf die örtliche Energieversorgung angewiesen ist. Mit zusätzlichen Solarzellen auf dem Dach ist eine völlige Autarkie möglich.

Zusätzlich zum Scheitholzkessel selbst, kann der Nutzer noch einen Pufferspeicher erwerben, der die erzeugte Wärme speichert und diese langsam an den Haushalt abgibt. So ist die Anlage komfortabler im Umgang, da der Nutzer seltener Feuerholz nachlegen muss.

Letztlich ist die Anschaffung eines Scheitholzkessels mit Kosten verbunden, die der Staat fördert. Heißt, der Eigenheimbesitzer investiert in eine leistungsstarke und emissionslose Heizanlage, die er nur zu einem Teil bezahlen muss.

Vorteile auf einen Blick:

  • verzichtet auf fossile Energieträger
  • günstiger in Betrieb als Gas- und Ölheizung
  • autarkes Leben dank Scheitholzkessel möglich
  • Wärmespeicherung möglich
  • schnelle Warmwasserzufuhr

Die Nachteile

Mit einem Scheitholzkessel geht immer die Lagerung von Holz einher. Seien es Scheite, Pellets oder Hackschnitzel, der Nutzer benötigt ausreichend Platz für die Lagerung. In ländlichen Gebieten ist dies unproblematisch, in Städten kann der Platz hingegen begrenzt sein.

Ferner handelt es sich bei einem Scheitholzkessel nicht um einen Kamin. Demnach verbrennt er keine Äste oder andere feuchte Holzreste, da dies zu ineffizient ist. Der Nutzer kann demnach nicht einfach Holz verbrennen und hoffen, dass dieses sein Warmwasser bereitstellt.

Letztlich verbrennt keine Art von Scheitholzkessel völlig autonom Holz, denn zu einem Zeitpunkt muss der Nutzer immer Brennmaterial nachlegen. Bei manuellen Scheitholzkesseln ist dies erreicht, sobald der Brennraum leer ist, bei automatischen Modellen erst, wenn das Holz in der Füllschnecke vollständig verbrannt ist. Eine Gas- oder Ölheizung hingegen ist komfortabler, da sie keine Überwachung durch den Nutzer erfordert.

Nachteile auf einen Blick:

  • trockener Lagerplatz nötig
  • ineffiziente Verbrennung von gefundenen Holzresten
  • erfordert immer manuelles Nachlegen

Was sollte ich beim Kauf von einem Scheitholzkessel beachten?

Damit der Scheitholzkessel möglichst langfristig und effizient das Einfamilienhaus erwärmt, sind folgende Faktoren vor dem Kauf zu berücksichtigen:

Der Wirkungsgrad

Der entscheidende Faktor vor dem Kauf ist der Wirkungsgrad, denn dieser gibt Auskunft über die Effizienz der Anlage und ist nachträglich nicht veränderbar. Der Wirkungsgrad ist in Prozent angegeben und beschreibt, wie effektiv die Anlage, Holz in Wärme umwandelt und wie viel Energie dabei verloren geht. Bestenfalls liegt der Wirkungsgrad bei über 90 Prozent. Von Anlagen, deren Wert bei nur 85 Prozent oder knapp darüber liegt, ist abzusehen. Diese erzeugen zu viel Nebenenergie, die der Eigenheimbesitzer nicht nutzen kann, sodass er mehr Brennholz benötigt, um denselben Heizeffekt zu erzeugen.

Der Pufferspeicher

Der zusätzliche Pufferspeicher ist ab einer bestimmten Größe des Scheitholzkessels vorgegeben. Er dient nicht nur als Druckausgleichsbehälter, sondern speichert auch gleichzeitig Wärme. So kann der Käufer die Nacht überbrücken, bis er Holz nachfüllen muss oder im Sommer mehrere Tage das Warmwasser aufbereiten, ohne den Brennraum zu füllen. Dabei gilt die Faustformel: je Liter Brennstofffüllraum, zwölf Liter Puffervolumen. Hinzu kommt der Richtwert von 55 Liter/kW Kesselleistung, damit die Hitze nicht zu gering ist, um sie zu speichern. Die Größe des Pufferspeichers ist angegeben in Litern, da der Pufferspeicher mit Wasser gefüllt ist und kann bis zu 2000 Liter betragen. Kleine Pufferspeicher sind aber auch schon ab 100 Litern erhältlich.

Die Größe des Füllraums

Der Brenn- oder auch Füllraum genannt, ist das Herzstück des Heizkessels, denn in ihm erzeugt er die Wärme für das Eigenheim. Er sollte so groß wie möglich sein, denn je größer er ist, desto seltener muss der Käufer Holz nachlegen und desto mehr Wärme erzeugt er. Mit zusätzlichem Pufferspeicher muss der Käufer jedoch darauf achten, dass ausreichend Platz für beide Anlagen zur Verfügung steht. Die Größe des Füllraums ist dabei angegeben in Litern und beträgt bis circa 100 bis 300 Liter.

Die Verbrennung

Die Verbrennung beschreibt, welche Materialien der Kessel verbrennen kann. Während einige Öfen lediglich Scheitholz verbrennen, können andere Vergaser ausschließlich Pellets oder Hackschnitzel verbrennen. Bestenfalls vergast der Ofen jegliche Arten von Brennhölzern, denn so kann der Nutzer frei wählen, welches Material aktuell besonders günstig oder für seine Anwendungszwecke sinnvoll ist. Im Urlaub kann es sinnvoller sein, Pellets zu verbrennen, damit das Haus nicht auskühlt, denn die Förderschnecke kann auch in Abwesenheit kleine Mengen des Brennmaterials hinzufügen. Dies ist mit einem Ofen, der ausschließlich Scheite verbrennt, unmöglich.

Wie viel kostet ein Scheitholzkessel?

Die Kosten für einen Scheitholzkessel sind variabel und abhängig von dessen Wirkungsgrad als auch Größe. Hinzu kommen Installationskosten, der Pufferspeicher als auch die Abgasanlage zur Abführung der verbrannten Gase. Der Heizkessel selbst kostet zwischen 5000 und 8000 Euro, je nach Wirkungsgrad. Der Pufferspeicher ist zwischen 1500 und 4000 Euro erhältlich, auch abhängig von dessen Größe, und die Abgasanlage kostet circa 1250 Euro.

Die Einbaukosten sind nur schwer kalkulierbar, da sie sich immer auf die Gegebenheiten vor Ort beziehen. Der Käufer muss jedoch mit mindestens 1000 Euro rechnen.

Welche Scheitholzkessel-Tests von angesehenen Testmagazinen gibt es? Gibt es einen Test von Stiftung Warentest? Welches Modell ist der Testsieger?

Bisher hat das Onlinemagazin rtl.de als bekanntes Testmagazin einen Vergleichsbericht zu Scheitholzkesseln veröffentlicht. In diesem stellten sie Kauffaktoren als auch Alternativen dar und erklärten die Funktionsweise der Anlagen. Die Stiftung Warentest hingegen veröffentlichte bisher keinen Test zu Scheitholzkesseln oder Holzvergasern, könnte dies jedoch zukünftig ändern, da der Staat alternative Energien fördern und fossile Energieressourcen schonen möchte.

Stattdessen bleibt dem Interessenten an einem Scheitholzkessel ausschließlich die Beratung durch einen Energieberater, der Kostenpunkte aufstellt und ermittelt, ob der Einbau der Anlage überhaupt sinnvoll wäre.

Was sollte ich beim Einsatz von einem Scheitholzkessel beachten?

Der Einsatz eines Scheitholzkessels ist unkompliziert und geschieht wie folgt:
  • Holz, Pellets oder Hackschnitzel in den Füllraum geben und anzünden
  • warten, bis ein großes Feuer entsteht
  • nach mehreren Stunden schauen, ob im Füllraum weiterhin Flammen zu sehen sind
  • bei geringen Flammen Holz nachlegen
  • mit der Zeit ein Gefühl dafür bekommen oder die Zeit stoppen, wann das Holz vollständig verbrannt ist, um Brennmaterial nachzulegen

Wie häufig muss Brennmaterial nachgelegt werden?

Die Häufigkeit des Nachlegens von Brennmaterial ist abhängig von der Größe des Kessels und der des Pufferspeichers. In einem größeren Füllraum brennt mehr Holz und ein großer Pufferspeicher verlängert die Wärmzeit. Generell ist das Nachlegen von Brennmaterial mindestens einmal pro Tag notwendig, bei kleinen Kesseln und Pufferspeichern sogar bis zu dreimal. Wichtig ist nur, dass das Feuer nie völlig erlischt, da sonst die angeschlossene Heizanlage dem Nutzer Probleme bereiten könnte.

Gibt es Förderungen für Scheitholzkessel?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, und die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, fördern den Austausch ineffizienter und alter Heizungen für den Einsatz von emissionslosen oder erneuerbaren Energien. Darunter fällt auch der Scheitholzkessel, weshalb Förderungen möglich sind. Für diese muss der Käufer jedoch einen Energieberater aufsuchen, der nicht nur den Antrag hilft auszufüllen, sondern auch beurteilt, ob eine Förderung möglich ist.

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Im Nachhinein ist eine Förderung oder Entschädigung für die entstandenen Kosten durch die Sanierung nicht möglich. Allerdings schwanken die Voraussetzungen hierbei von Bundesland zu Bundesland, weshalb lediglich der Energieberater vor Ort beurteilen kann, ob eine Förderung möglich ist.

Ist ein Scheitholzkessel umweltfreundlich? Wie hoch sind die Emissionen?

Die Umweltfreundlichkeit eines Scheitholzkessels ist abhängig von dessen Wirkungsgrad. Je geringer der Wirkungsgrad ist, desto schlechter ist der Kessel für die Umwelt, da er Schadstoffe bei der Verbrennung ausstößt und unnötig viel Wärme verlorengeht. Handelt es sich jedoch um einen Scheitholzkessel mit hohem Wirkungsgrad, arbeitet er nahezu emissionslos. Das heißt, dass er besonders umweltfreundlich ist und nur wenig Feinstaub produziert.

Wie kann man einen Scheitholzkessel reinigen?

Damit der Scheitholzkessel optimal funktioniert und Holz verbrennt, benötigt er ausreichend Pflege und Reinigung. Diese beginnt mit der Leerung des Aschenbehälters. Zwar erzeugt der Kessel im Vergleich zu einem Kamin wesentlich weniger Asche, aber die wöchentliche oder maximal zweiwöchentliche Leerung mit einer Bürste und einem Staubsauger ist vonnöten. Im selben Zug sollte die Reinigung des Wärmetauschers, der Abgaskanäle und des Kesselraums erfolgen.

Jegliche Werkzeuge und Reinigungsmittel liegen hierfür dem Scheitholzkessel bei und sollten nur mit ihnen durchgeführt werden, um empfindliche Bauteile nicht zu zerstören.

Letztlich kommt einmal pro Jahr der Schornsteinfeger, um den Vergaser von Feinstaub zu befreien. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben und die Kosten trägt der Vermieter oder legt diese auf die Miete um. Ein jährlicher Check-up zum Messen der Emissionswerte hingegen ist freiwillig und nicht erforderlich. Hilft jedoch, um herauszufinden, ob der Wirkungsgrad von Jahr zu Jahr nachlässt und eine Reparatur oder Neuanschaffung nötig wäre.

Kann man einen Scheitholzkessel mit Holzhäckseln/Hackschnitzel befeuern?

Dies ist nur möglich, wenn der Ofen für diese Art von Holz zugelassen ist. Kleinste Holzhäcksel sollten generell nur dann verbrannt werden, wenn diese ausreichend getrocknet sind. Andernfalls bildet sich Rauch und der Wirkungsgrad sinkt.

Lässt sich ein Scheitholzkessel mit einem Ölbrenner oder einer Wärmepumpe kombinieren?

Scheitholzkessel sind immer mit einer Wärmepumpe kombinierbar, seltener jedoch mit einem Ölbrenner. Beim Kauf des gewünschten Modells ist in der Beschreibung nachzulesen, ob die Anlage mit einem Ölbrenner kompatibel wäre. Sollte es bei beiden möglich sein, den Scheitholzkessel im Dualbetrieb laufen zu lassen, kann er kurzfristig oder langfristig zusätzlich Wärme erzeugen, um die eigentliche Anlage zu entlasten und deren Energieverbrauch zu minimieren.

Welche Alternativen gibt es?

Die Alternativen zu einem Scheitholzkessel, der Hackschnitzel, Pellets oder Scheitholz verbrennt, sind:

Gasheizungen

Gasheizungen sind die günstigsten fossilen Heizungen. Sie verbrauchen wenig Platz und die Lagerung von Rohstoffen ist nicht notwendig, da der Gasanschluss des Hauses direkt das Gas vom Versorger bezieht. Sie ist kombinierbar mit einer Solarthermieanlage, um bei ausreichend Sonnenschein den Verbrauch des Rohstoffes zu senken und um bei Bedarf das Gas wieder zuzuschalten.

Ölheizungen

Ölheizungen sind älter und sicherer gegenüber Gasheizungen, da bei diesen nicht die Gefahr der Explosion besteht, sondern sie lediglich entflammt. Beides stellt jedoch die absolute Ausnahme dar, da beide Anlagen in einem festen Intervall geprüft werden. Die Ölheizung kann ebenfalls mit einer Solarthermieanlage kombiniert werden, um Kosten zu sparen, die Umwelt zu schonen und ist bei Bedarf zuschaltbar.

Scheitholzkessel Test-Übersicht, Testsieger und Vergleich: Fazit

Scheitholzkessel mit Pufferspeicher stellen die idealen Heizungsanlagen für Einfamilienhäuser dar. Sie sind günstig in Betrieb, schonen die Umwelt und heizen leistungsstark Wasser auf. Lediglich das manuelle Nachfüllen von Holz ist anstrengend und im Winter einmal täglich notwendig.

 

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